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  Überstellungstörn  a.k.a.  Pelinkovac-Törn  Jezera  -  Ičići       

Pelinkovac-Törn


Tag 1:   Die Anreise

Dieses Mal setzte sich die Crew aus Gerhard, Heinz, Christoph und Uwe und ihrem Skipper Siegi zusammen. Während Uwe und Heinz bereits einige Tage im Frühjahr auf der Penelope verbracht hatten, war es Christophs erster Törn. 
Nach einem langen Tag der Anreise über Ičići nach Jezera übergaben wir am Nachmittag das Auto an Michael für die Heimreise nach Österreich.
Das Wetter meinte es an diesem Tag vorerst nicht besonders gut mit uns – Regenwetter in Österreich, quer durch Slowenien bis in weite Teile von Kroatien, aber schlussendlich endete unser Road Trip in Jezera bei strahlend blauem Himmel.   ... ... weiter rechts


Tag 2:   Kornaten-Nationalpark und Flugshow

Unser Ziel für den zweiten Tag war klar: Wir steuerten bei wenig Wind und geringer Welle Richtung Kornaten-Nationalpark. Das Sonnendeck konnte ausgiebig genutzt werden – bloß ans Segeln war an diesem Tag nicht zu denken.
Dafür wurden wir durch eine mehrstündige Flugshow begeistert. In der Nähe unseres Tagesziels Vrulje hat der Felshang zu brennen begonnen („Gibt’s eigentlich gar nicht“, dachten wir uns, „ist eh alles Karst und Stein“ – aber es brannte trotzdem) und wir konnten aus nächster Nähe den Löscheinsatz mit Löschflugzeugen beobachten.
Während wir entlang der Westküste der Insel Kornat Richtung Vrulje fuhren, tauchten über mehrere Stunden hinweg neben uns die Wasserflugzeuge zum Auftanken ein und flogen dann ihre Runden zum Ablassen.    ... ... weiter rechts


Tag 3:   Dunkle Wolken, Blitzeinschlag, Wind und viel Segeln

Der dritte Tag begann ohne Sonnenschein bei starker Bewölkung und doch recht ausgeprägtem Nordwestwind. Unser Tagesziel an diesem Tag war Molat Stadt. Zu unserer großen Freude hatten wir genug Wind, um endlich einmal die Segel zu setzen – und dann gleich das Hauptsegel mit Reff 2! Wir suchten die Inselabdeckung hinter „Dugi Otok“, als sich vor uns eine schwarze Wolkenwand auftat. Es dauerte nicht lange, da schlugen die Blitze neben uns ein und es regnete in Strömen. Unser überraschter Steuermann Gerhard war innerhalb weniger Minuten trotz Bimini komplett durchnässt – Siegi übernahm danach im Ölzeug.
Nachdem der Schauer vorbei war, legten wir zu einer kurzen Kaffeepause in Veli Iž an. Hier war eher wenig los und es war auch wenig zu sehen, deshalb fuhren wir bald wieder weiter Richtung Molat.
Dieser Nachmittag wird uns allen als wunderschöner Segeltag in Erinnerung bleiben. Wir mussten bei viel Wind zwischen „Dugi Otok“ und den Inseln Sestrunj und Zverinac leicht aufkreuzen, bis wir ein Stück vor der Insel Molat erstmals die Inselabdeckung verlassen mussten und kurz auch 2 bis 3 Meter hohe Wellen dazukamen.     ... ... weiter rechts


Tag 4:   Die große Überfahrt

Das Wetter des vierten Tages war kaum von jenem am Nachmittag davor zu unterscheiden. Es war bewölkt, aber trocken, der Wind wehte heftig und wir hissten erneut die Segel. Dieses Mal (und angeblich seit Langem erstmals wieder im Einsatz): Hauptsegel mit Reff 3!
Da der Wind über die Nacht auf Nordost gedreht hatte, wählten wir nun die der Adria zugewandte Seite der Inseln Molat, Ist, Škarda und Premuda. Bis Premuda konnten wir bei relativ geringem Seegang gut segeln. Zwischen Premuda und Lošinj bzw. der kurz davor liegenden Insel Ilovik mussten wir aber für etwa 5 nm die Inselabdeckung und den vor stärkerem Seegang geschützten Bereich verlassen. Als wir hinter Premuda hervorkamen, schlugen uns dann 3 bis 4 Meter hohe Wellen entgegen, Windspitzen bis 45 kt trafen auf unser Segel, die Brandung spritzte uns allen regelmäßig ins Gesicht und die Fahrt mit dem Dieselmotor brach unter diesen Umständen eine Zeit lang auf 2 bis 3 kt ein. Manches Mal tauchten wir sogar mit dem Schiffsbug in die darauffolgende Welle und das gesamte Schiff wurde durchgeprellt.
Circa 1,5 h dauerte diese Überfahrt bis in den geschützten Bereich hinter der Insel Ilovik. Vor der Überfahrt meinten wir, dass wir auf Ilovik vielleicht noch zum Mittagessen anlegen sollten –   ... ... weiter rechts


Tag 5:   Sunshine is back

Der darauffolgende Tag war wieder von perfektem Sonnenschein und wenig Wind geprägt. Pünktlich um 9:00 wurde die Straße von Mali Lošinj gesperrt und die Durchfahrt durch den Kanal für die anstehenden Schiffe geöffnet. Wir wechselten als erstes Schiff auf die östliche Inselseite. Unser Tagesziel war zunächst Punat auf der Insel Krk. Auf dem Weg dorthin wollten wir noch Rab Stadt ansteuern. Da das Wetter aber für diesen und den nächsten Tag mit viel Sonnenschein und wenig Wind prognostiziert wurde, machten wir eine kleine Planänderung: Wir strichen Punat als Ziel und wählten stattdessen die Marina in Supetarska Draga auf der Insel Rab zur Übernachtung.   ... ... weiter rechts


Tag 6:   Velebit-Kanal und Tetra-Pak-Wein

Der letzte Tag auf See während unseres Überstellungstörns war wieder geprägt von Sonnenschein ohne Ende und praktisch keinem Wind.
Wir starteten in Supetarska Draga und fuhren an den Gefängnisinseln (nebenbei gewannen wir auch einen Vorfahrtskampf mit der Autofähre, hehe) und Baška vorbei in den Velebit-Kanal.
Einen kleinen Zwischenstopp bauten wir in der Kleinstadt Vrbnik ein. In der im Hafen ansässigen Weinkellerei verbrachten wir die Mittagspause und kauften Wein für die Weiterfahrt ein – Qualitätswein im Tetra Pak!
Nachdem wir die an einem Felsen gebaute Altstadt Vrbnik besichtigt hatten, legten wir gegen 3:00 nachmittags dann wieder ab in Richtung unseres Endziels Ičići. Wir segelten an den kroatischen Festland-Orten Crikvenica und Jadranovo vorbei und dann unter der Brücke hindurch, die das Festland mit der Insel Krk verbindet. Dabei stimmte Siegi ein paar Lieder mit der Gitarre an und wir erreichten in der Abenddämmerung Penelopes Heimathafen Ičići.
Der Überstellungstörn war geglückt! Alles war dabei: Wind, Welle, Blitzeinschlag, aber auch viel Sonne, eine ruhige See und Badewetter. Wir verbrachten daraufhin noch ein bisschen Zeit an Deck, um das Geschaffte Revue passieren zu lassen, ehe wir im Marina-Restaurant zu Abend aßen.   ... ... weiter rechts


Tag 7:   Muschel-Bar und Abreise

 

Falls sich hier jemand fragen sollte, warum dieser Törn auch als „Pelinkovac-Törn“ in die Chroniken eingegangen ist, dem sei nur so viel gesagt:
Es gehen Gerüchte um, dass mehr Liter Pelinkovac als Diesel auf der Strecke gebraucht wurden – aber das stimmt nicht, denn es war nicht nur Pelinkovac, es war auch ein Liter Captain-Morgan-Rum dabei! 

chronik
 

2017  /  September

Überstellungstörn

Route:

Jezera –
Vrulje –
Veli Iž –

Molat
      (zumindest Versuch) –

Boje bei Brgulje –
Mali Lošinj –
Rab Stadt –
Supetarska Draga –
Vrbnik  - 
Ičići 

17. - 23. September  2017

























Tag 1:   Die Anreise

.. ff     ...  Der erste Nachmittag wurde gleich für einen Sprung ins Meer nahe der Marina Jezera genützt. Nachdem wir die Vorräte auf der Penelope aufgefüllt hatten, ließen wir den ersten Abend gemütlich in der „Konoba Boris“ (an deren letztem Öffnungstag) ausklingen.




Tag 2:   Kornaten-Nationalpark und Flugshow

.. ff   ...  Es war echt spektakulär! Hin und wieder kamen die Flugzeuge unserem Mast schon ganz schön nahe – oder es kam uns zumindest so vor, als wäre das der Fall. Schlussendlich legten wir am Steg der „Konoba Robinson“ in Vrulje an. Nach Ende unserer „Flugaufsicht“ gingen wir baden und machten eine Wanderung auf den vor Vrulje vorgelagerten Aussichtsberg, wo wir die traumhafte Aussicht über die Kornaten genossen. Abends kehrten wir dann schließlich in der „Konoba Robinson“ ein. Siegi, unser Allround-Kroatienkenner, hatte sich am Vortag bereits bei uns erkundigt, ob wir wohl alle Lammfleisch mögen, denn er hätte eine Idee: Lamm-Peka für uns alle. Aber dieses Essen muss vorbestellt werden, weil das Lammfleisch bei diesem Gericht mehrere Stunden in seinem Saft schmort. Kurzum: Alle haben ja gesagt und waren am Ende höchst begeistert. Es war ein wirklich ausgezeichnetes Abendessen, das wir am Ende mit „Holy“ Travarica, einem vom Kornaten-Pfarrer selbst gebrannten Kräuterschnaps, begossen haben....





Tag 3:   DDunkle Wolken, Blitzeinschlag, Wind und viel Segeln

.. ff   ...  Nachdem wir schlussendlich später als geplant die Insel Molat erreichten, wurden wir dort vom Marinaio abgewiesen – anscheinend zu viel Wind und Welle zum sicheren Anlegen! „So, was machen wir nun?“, dachten wir und entschlossen uns, weiter in Richtung Brgulje auf der Insel Molat zu fahren. Da der dortige Hafen aber leider auch schon voll belegt war, mussten wir am Ende kurz vor Sonnenuntergang an einer Boje anlegen. Den Abend verbrachten wir schließlich mit einem eher improvisierten Essen (Spaghetti Carbonara, gemacht aus dalmatinischem Schinken und Kaffee-Kondensmilch) an Bord. Was für ein erlebnisreicher Tag!





Tag 4:   Die große Überfahrt

.. ff   ...  - nach der Überfahrt und in dem Bewusstsein, dass der Weg ohne Inselabdeckung länger wäre, wurden diese Pläne schnell wieder verworfen. Wir steuerten nun Richtung Mali Lošinj.
Dort angekommen, konnten wir nun seit zwei Tagen erstmals wieder, ganz zur Freude aller, die Vorzüge einer Marina genießen. Am Abend kehrten wir dann in das italienische Restaurant „Bocca Verra“ im Zentrum von Mali Lošinj ein. Nach dem ausgezeichneten Essen ließen wir den Abend bei Live-Musik in der „Kaffee Bar Prinko“ ausklingen.





Tag 5:   Sunshine is back

.. ff   ...  So konnten wir am folgenden Tag durch den Velebit-Kanal, der bei viel Wind als gefährliches Gewässer gilt, Richtung Ičići fahren. Die Fahrt nach Rab Stadt war sehr ruhig und es war durchgehend sonnig. In Rab Stadt angekommen, machten wir eine Altstadttour und kehrten anschließend zu einem kleinen Mittagessen in das Fischrestaurant „Sanpjer“ ein. Gegen 15:30 legten wir schließlich wieder ab und steuerten nach Supetarska Draga. Die Marina liegt hier doch ein Stück vom Ort entfernt, deshalb kamen wir an diesem Tag nicht mehr besonders weit. Nach mehreren Tagen mit viel Fisch wählten wir für diesen Abend das nahegelegene Restaurant „Galeb“, wo die traditionellen kroatischen Fleischgerichte Pljeskavica, Cevapcici und Ražnjici serviert wurden.





Tag 6:   Velebit-Kanal und Tetra-Pak-Wein

.. ff   ...  Nachdem wir die an einem Felsen gebaute Altstadt Vrbnik besichtigt hatten, legten wir gegen 3:00 nachmittags dann wieder ab in Richtung unseres Endziels Ičići. Wir segelten an den kroatischen Festland-Orten Crikvenica und Jadranovo vorbei und dann unter der Brücke hindurch, die das Festland mit der Insel Krk verbindet. Dabei stimmte Siegi ein paar Lieder mit der Gitarre an und wir erreichten in der Abenddämmerung Penelopes Heimathafen Ičići.
Der Überstellungstörn war geglückt! Alles war dabei: Wind, Welle, Blitzeinschlag, aber auch viel Sonne, eine ruhige See und Badewetter. Wir verbrachten daraufhin noch ein bisschen Zeit an Deck, um das Geschaffte Revue passieren zu lassen, ehe wir im Marina-Restaurant zu Abend aßen.






Tag 7:   Muschel-Bar und Abreise

Unseren Überstellungstörns ließen wir schlussendlich am Tag der Abreise bei einem Mittagessen im Restaurant Lucica – der „Muschelbar“ – bei viel frittiertem Fisch ausklingen. Ein Abschlussgetränk, nämlich ein Glas Pelinkovac in der „Bamba Bar“, durfte natürlich auch nicht fehlen.

(Uwe O.)