Begonnen hat der Tag nicht sehr vielversprechend: Nieselregen,
der Wetterbericht gibt Warnungen aus. Der ursprüngliche Törnplan
muss modifiziert, die Route geändert werden.
Wir entschliessen uns auszulaufen (Motto: in zwei Stunden scheint
die Sonne!): Einweisung in Sicherheit an Bord, die ersten Handgriffe
erklären und vorzeigen - Ablegen funktioniert mustergültig (mit drei
Crew-Mitgliedern, die noch nie einen Törn mitgemacht haben) ...
Fender verstauen, Kurs festlegen - und nicht zu vergessen - der
Klabautermann erhält von uns als erster einen (nicht zu klein
bemessenen) Manöverschluck, verbunden mit unserem Wunsch, doch für
angemessene Bedingungen für den Törn zu sorgen ..... und siehe da,
ab nun bessert sich das Wetter minütlich. Zwei Stunden später (s.
o.) - strahlender Sonnenschein - ein Grund, ein passendes
Zwischenziel anzulaufen: Valun, der Drehort einer
Fernsehserie aus den 80er Jahren ["Der
Sonne entgegen"].
Nach einem Espresso und Spaziergang im Ort geht es weiter zum
Etappenziel des ersten Tages: nach Cres auf der gleichnamingen Insel
in der Kvarner Bucht. Eine großzügig angelegte und gepflegte
ACI-Marina erwartet uns.
Um einen Grund zu finden, das ca. 4 Meter tiefe und optimistisch
geschätzte 14,5° warme Wasser zu testen, wird eine
Designer-Sonnenbrille (un?)geschickt versenkt. Ein Schrubberstiel,
verlängert mit dem Mooringhaken (verbunden durch - während der Fahrt
gelernte und geübte - Seemannsknoten) erweist sich nicht
als geeignetes Angelwerkzeug - die Lösung: Tauchen!
Nach erfolgreicher Bergung der Sonnenbrille und Besuch der Sanitäranlagen geht es ab in den Ort - Kulinarik ist angesagt: - die Fischplatte, kredenzt mit lokalem Wein, enttäuscht uns nicht!
Am nächsten Morgen erwartet uns in der Marina ein Frühstücksbuffet
vom Feinsten. Auslaufen um 10 Uhr; nach einigen Meilen mit
Motorunterstützung kommt Wind auf, der Segeln zum Vergnügen macht -
Vorsegel und Groß tadellos getrimmt, 7 Knoten Fahrt durchs Wasser,
jeder möchte und kann auch als Rudergänger fungieren.
So erreichen wir Krk und laufen den Stadthafen im malerischen
Ort Malinska, im Nordwersten der Insel, an. Ein Spaziergang bietet uns auch gleich die Möglichkeit, ein geeignetes Lokal
für das Abendessen ausfindig zu machen. Die Wahl fiel auf die Konoba
"Nino" - wie sich später herausgestellt hat, eine ausgezeichnete
Entscheidung.
Während dem Abendessen hat es stark zu regnen begonnen, eine
Regenpause erlaubt uns dann doch, trockenen Fusses zum Schiff zu gelangen. Den
Rest der Nacht hat es geschüttet.
Frühstück in einer nahe gelegenen Bar, dann treten wir rasch die Rückfahrt
nach Ičići an - die Wettervorhersage verspricht Regen - wir
erreichen den Ausgangshafen im Trockenen. Schiff reinigen,
zusammenpacken, noch schnell einen Kaffee - es beginnt zu regnen:
Zeit, um nach Hause zu fahren!